Ein Grundgedanke der Gemeinwohlökonomie ist, dass wir unsere wirtschaftlichen Beziehungen nach den gleichen Maßstäben gestalten sollen wie unsere persönlichen Beziehungen. Dieses neue Wirtschaftsmodell wurde von Christian Felber in seinem gleichnamigen Buch der Öffentlichkeit als Diskussionsgrundlage vorgestellt und ist seither in ständiger Wandlung, hin zu einem konkret umsetzbaren Wirtschaftsmodell das am Ende dieses Entwicklungsprozesses durch einen demokratischen Wirtschaftskonvent beschlossen werden kann.

Hier die 10 Eckpunkte der Gemeinwohlökonomie (Stand August 2014)

 

  1. Die Gemeinwohl-Ökonomie ist der Aufbruch zu einer ethischen Marktwirtschaft, deren Ziel nicht die Vermehrung von Geldkapital ist, sondern das gute Leben für alle.
  2. Sie setzt die Menschenwürde, die Menschenrechte und die ökologische Verantwortung als Gemeinwohlwerte auch in der Wirtschaft um.
  3. Wie diese Werte im unternehmerischen Alltag gelebt werden können, zeigt die Gemeinwohl-Matrix. Sie wird laufend weiterentwickelt und soll demokratisch entschieden werden.
  4. Anhand der Matrix erstellen die Unternehmen eine Gemeinwohl-Bilanz. Im Gemeinwohl-Bericht erklären sie die Umsetzung der Gemeinwohlwerte sowie ihr Entwicklungspotential und nehmen eine Bewertung vor. Bericht und Bilanz werden extern überprüft und veröffentlicht. Damit werden die Leistungen für das Gemeinwohl bekannt gemacht.
  5. Gesellschaftliche Unterstützung erfahren Gemeinwohl-Unternehmen zunächst am Markt durch VerbraucherInnen, KooperationspartnerInnen und gemeinwohlorientierte GeldgeberInnen.
  6. Als Ausgleich für überdurchschnittliche Leistungen zum Gemeinwohl sollen Gemeinwohl-Unternehmen rechtliche Vorteile bei Steuern, Krediten und öffentlichen Aufträgen sowie im internationalen Handel erhalten.
  7. Unternehmensgewinne dienen der Stärkung der Unternehmen sowie der  Einkommenserzielung und der Alterssicherung der UnternehmerInnen und der Beschäftigten, nicht aber der Vermögensvermehrung externer KapitalgeberInnen. So gelangen die UnternehmerInnen zu Freiräumen für gemeinwohlorientiertes Wirtschaften, frei vom Druck zu größtmöglicher Kapitalrendite.
  8. Dadurch schwindet der Drang zum Wirtschaftswachstum. Es öffnen sich Möglichkeiten für ein erfülltes Leben bei Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. In der Arbeit können sich Wertschätzung und Fairness sowie Kreativität und Kooperation besser entfalten.
  9. Mit der Begrenzung von Vermögensungleichheiten steigen die Chancen für die gleichberechtigte Teilhabe Aller am wirtschaftlichen und politischen Leben.
  10. Die Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung lädt dazu ein, die Verwirklichung der genannten Werte in Wirtschaft und Gesellschaft mitzugestalten. Alle Ideen für eine zukunftsfähige Wirtschaftsordnung sollen in demokratischen Prozessen entwickelt, vom Souverän entschieden und in der Verfassung verankert werden

Lesen Sie mehr zum Thema Gemeinwohlökonomie unter www.ecogood.org

Hier geht es zur Homepage der Regionalgruppe Vorarlberg http://Vorarlberg.gwoe.net  

"Die Sanftheit des Wassers ist seine größte Stärke"


Wie weich das Wasser ist, wenn wir in einem ruhigen See baden.
Und doch kann das Wasser die härtesten Steine glatt schleifen, wenn es beharrlich daran vorbeifließt.

 

 

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